Symposion für Dramatische Kunst 2015

Symposion für Dramatische Kunst 2015

Das Symposion verfolgt das Ziel, der dramatischen Kunst einen Ort der künstlerischen, politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu ermöglichen.

Es ist von, mit, und für Autorinnen und Autoren, für Theaterleute, Theoretikerinnen * und für all jene, die an die Kraft der dramatischen Kunst für eine lebendige Öffentlichkeit glauben.

DIE DRAMATISCHE KUNST UND IHRE POLITISCHE BOTSCHAFT

Wie äußern sich politische Inhalte in  dramatischen Texten?
Ausgehend von der Annahme, dass Kunst andere Wege einschlägt als es politische Statements tun, wird es zuerst um die Frage gehen, was die dramatische Kunst zur genuin politischen Kunst macht. Wie zeigt sich das Politische in einem Theatertext? Welche Mittel werden eingesetzt, welche Formen genutzt und entwickelt?
Anhand von dramatischen Texten möchten wir erkunden, wie Autorinnen das gesellschaftlich-politische Potenzial dieser Kunst heute in Anspruch nehmen? Wie wichtig ist ihnen diese Kunst, zu deren ersten Eigenschaften es gehört, über gegenwärtige Fragen mit einer Öffentlichkeit zu verhandeln. Was sind ihre Inhalte, was ihre künstlerischen Ausdrucksweisen?

SCHREIBSTÄTTEN: AKADEMISIERUNG ODER POLITISIERUNG?

Ein weiterer Schwerpunkt des Symposions rückt die Förderung dieser Kunst und der dramatischen Autorinnen ins Zentrum. Der Mangel an Orten, in denen Autorinnen sich mit ihren Texten handwerklich und künstlerisch auseinandersetzen können, ist eklatant. In keiner Kunst wurde die Ausbildung so stark vernachlässigt wie in der dramatischen Kunst.
Der Vorwurf der „Verschulung“ wird dagegen noch heute als Argument gegen Schreibwerkstätten angeführt. Ist die Skepsis begründet oder romantisches Erbe?
Die berufliche Praxis kennt für Autorinnen nur den Einzelkämpfer, gleich, ob mit Erfolg gekürt oder im Kampf um Anerkennung bemüht. Doch was ist der Preis für die Einzigartigkeit? Vereinzelung, Schwächung politischer Positionen?
Allmählich festigt sich auch im alten Europa die Beobachtung, dass amerikanische Schreibschulen hervorragende Autorinnen ausbilden, gerade auch solche mit starkem politischem Profil.

Maxi Obexer

* Wir verwenden im Folgenden durchgängig das generische Femininum.

Kurzbeschreibung

Das Symposion verfolgt das Ziel, der dramatischen Kunst einen Ort der künstlerischen, politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu ermöglichen.

Es ist von, mit, und für Autorinnen und Autoren, für Theaterleute, Theoretikerinnen und für all jene, die an die Kraft der dramatischen Kunst für eine lebendige Öffentlichkeit glauben.

Rahmen

Das Symposion ist eine Veranstaltung des Neuen Instituts für Dramatisches Schreiben (NIDS). Es soll im Rahmen der Schreibwerkstatt Flucht, die mich bedingt stattfinden und zusammen mit dem Studio Я des Maxim-Gorki-Theaters sowie dem Literarischen Colloquium Berlin ausgerichtet werden.